Ein Ereignis, tausend Emotionen! Wie könnte man die bevorstehende Abschlussprüfung besser beschreiben? Zwischen der Angst vorm Schreiben und der Erleichterung, wenn es endlich vorbei ist, gibt es die ein oder andere offene Frage für dich. Wir geben dir die wichtigsten Antworten!

Wie läuft die Abschlussprüfung ab?

Das Wichtigste vorweg: Um die Organisation der Prüfung musst du dich nicht kümmern! Welche Themen genau abgefragt werden, steht in deiner Ausbildungsverordnung. Der genaue Termin wird dir von deinem Ausbilder mitgeteilt. Was du tun musst: dich gut vorbereiten! Wenn du pünktlich bist und die richtigen Lerntipps auf Lager hattest, kann fast nichts mehr schiefgehen. Nach der schriftlichen Prüfung erfolgt bei der dualen Ausbildung noch eine mündliche Prüfung.

Wer wird zur Abschlussprüfung zugelassen? Azubis, die…

… angemeldet wurden.

… ihre Ausbildung beendet haben oder spätestens in zwei Monaten beenden.

… erfolgreich an der Zwischenprüfung teilgenommen haben.

… ihr Berichtsheft ordnungsgemäß geführt haben.

Abschlussprüfung ohne Ausbildung
Wenn du mehrjährige praktische Berufserfahrungen gesammelt hast, kannst du dich bei der Abschlussprüfung anmelden, ohne eine Ausbildung absolviert zu haben. Was du dafür brauchst: einen Antrag, den du bei der zuständigen Kammer (z. B. Handwerkskammer) stellst, einen Lebenslauf und den Nachweis über die Berufserfahrung über Arbeitszeugnisse.

Was kostet mich die Abschlussprüfung?

Nichts! Die anfallenden Gebühren zahlt dein Betrieb.

Was darf ich zur Abschlussprüfung mitnehmen?

Wichtig für die Prüfung selbst ist ein Kugelschreiber und je nach Ausbildung ein Taschenrechner. Der darf natürlich nicht programmierbar sein oder im Internet die Lösung für dich googeln können. Must-haves für die Organisation: deine Prüfungseinladung und deinen Personalausweis. An welche Unterlagen du unbedingt denken musst, beispielsweise eine Kopie der ärztlichen Bescheinigung, steht in dem Brief, den dein Ausbildungsbetrieb von der Berufskammer erhalten hat. In manchen Fällen wird das Berichtsheft bereits bei der schriftlichen und nicht bei der mündlichen Prüfung verlangt.

Was du nicht mitbringen darfst:

  • Smartphone
  • Notizen
  • Schulbücher (außer, es sind genehmigte Formel- oder Gesetzbücher)

Vorbereitung auf die Abschlussprüfung

Wie wird die Abschlussprüfung bewertet?

Die Punkte, die in deiner Abschlussprüfung stehen, lassen sich ganz einfach mit den üblichen Schulnoten vergleichen:

100 bis 92 Punkte sehr gut
unter 92 bis 81 Punkte gut
unter 81 bis 67 Punkte befriedigend
unter 67 bis 50 Punkte ausreichend
unter 50 bis 30 Punkte mangelhaft
unter 30 bis 0 Punkte ungenügend

Was tue ich, wenn ich die Abschlussprüfung nicht bestanden habe? Ist eine Wiederholung der Abschlussprüfung möglich?

Kein Grund zur Panik! Sollte es wirklich nicht gereicht haben, endet zwar das Ausbildungsverhältnis, allerdings kannst du eine sogenannte Verlängerung des Berufsausbildungsverhältnisses bei der zuständigen Berufskammer beantragen. Dafür füllst du ein vorgefertigtes Formular aus und kannst nach der Bestätigung zur nächsten Wiederholungsprüfung antreten. Diese Verlängerung darf insgesamt nicht länger als ein Jahr dauern. Der zweite Versuch war’s auch nicht? Innerhalb des einen Jahres ist auch eine dritte und letzte Prüfung möglich!

Die „Gestreckte Abschlussprüfung“:
In diesem Fall gibt es zwei Abschlussprüfungen: Der erste Teil findet spätestens am Ende des zweiten Lehrjahres statt – ist also eine Art Zwischenprüfung und macht 20 bis 40 Prozent der Gesamtnote aus. Gegen Ende deiner Ausbildung erfolgt dann der zweite Teil, aus dem dann das Gesamtergebnis deiner schriftlichen Leistungen errechnet wird.

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