Altersvorsorge? Schnaaaaaarch! Wir wissen ja, das Thema ist so spannend wie Recycling-Klopapier. Außerdem bist du zu jung, um über das Alter zu grübeln. Bei Rente denkst du wahrscheinlich sofort an dritte Zähne und Treppenlifte. Doch auch, wenn deine Rentenzeit noch ewig weit weg ist: Du kannst gar nicht früh genug damit anfangen, für sie vorzusorgen. Warum das Thema Altersvorsorge auch für Azubis wichtig ist, verraten wir dir heute im Blog.

Die Rente alleine reicht nicht

Von deinem schmalen Ausbildungsgehalt gehen doch schon ein paar Euro für die gesetzliche Rentenversicherung ab. Reicht das nicht? Leider nein, leider gar nicht. Denn von dem, was du in die Rentenversicherung einzahlst, bekommen die heutigen Rentner ihr Geld. Deine Rente wird eine spätere Generation bezahlen. Und weil die Leute immer älter werden und gleichzeitig immer weniger Babys auf die Welt kommen, gibt es irgendwann mehr Rentner als Beitragszahler. Daher solltest du privat vorsorgen. Und da lohnen sich auch schon kleine Beträge, falls du nicht gerade ein Moneyboy bist.

Moneyboy 2

Geldgeschenke – Vermögenswirksame Leistungen

Bei vermögenswirksamen Leistungen (VL) legt dein Arbeitgeber zusätzlich zu deinem Gehalt noch bis zu 40 Euro im Monat separat für dich an. Weil das bares, geschenktes Geld ist, solltest du dich gleich zu Beginn deiner Ausbildung erkundigen, ob du einen Anspruch auf VL hast. Oft zahlen Arbeitgeber sogar freiwillig.

Am sinnvollsten ist es für Azubis, damit Vermögen aufzubauen, zum Beispiel durch einen Bankensparplan. Das ist dann wie ein Sparbuch, nur mit höheren Zinsen. Solange die Ausbildung läuft, darfst du die Kohle nicht anrühren. Nach der Ausbildung kannst du dann aber überlegen, ob du alles verprasst oder lieber mit Blick auf deine Altersvorsorge wieder anlegst.

Money

Zum Sparen verführt – Riester-Rente

Stell dir vor, deine Eltern möchten, dass du dein Taschengeld auch mal sparst, anstatt es immer gleich im App-Store zu verprassen. Um dir das schmackhaft zu machen, geben sie dir zu jedem gesparten 5er selbst 2 Euro dazu. Du musst also nur 5 Euro von deinem Taschengeld abzwacken, aber 7 Euro landen im Sparschwein. Und so ungefähr funktioniert die private Riester-Rente, nur dass dir hier der Staat etwas dazutut. Als Azubi zahlst du 60 Euro im Jahr, sprich 5 Euro im Monat, und bekommst von Vater Staat satte 154 Euro obendrauf! Außerdem darfst du dich über einen Berufseinsteigerbonus von einmalig 200 Euro freuen.

Daumen hoch 2

Aus 50 mach 100 – Betriebliche Altersvorsorge

Die betriebliche Altersvorsorge muss, laut Gesetzgeber, jeder Arbeitgeber anbieten. Hier geht ein Teil von deinem Bruttolohn für die Altersvorsorge ab, aber auch dein Arbeitgeber zahlt mit. So kannst du zum Beispiel 50 Euro im Monat für die betriebliche Altersvorsorge von deinem Bruttolohn abzwacken – und dein Arbeitgeber tut ebenfalls 50 Euro dazu. Für deine Rente werden in diesem Fall somit 100 Euro pro Monat zurückgelegt. Alles, was du ansparst, bekommst du als Rentner in monatlichen Zahlungen zusätzlich zu deiner gesetzlichen Rente ausgezahlt. Da kann man auch im hohen Alter mal die Sau rauslassen!

Happy Happy Man

Aber nicht alles für die Altersvorsorge verprassen!

Daneben gibt es noch andere Möglichkeiten, um für die Altersvorsorge vorzubeugen. Ein Bausparvertrag bringt dir hohe Zinsen ein und wenn du lang genug sparst, baust du oder kaufst du dir dein eigenes Häuschen. Frag die Bank deines Vertrauens und lass dich beraten.

Aber guck, dass du dir auch so ein bisschen was ansparst. Sonst du musst du für dein erstes eigenes Auto einen teuren Kredit aufnehmen, nur weil dein ganzes Gehalt für Privatversicherungen draufgeht.

Und bevor du dich um die Altersvorsorge kümmerst, solltest du dir das schützen, was wirklich wichtig ist – nämlich deine Gesundheit. Das geht zum Beispiel durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn wie sagte schon ein weiser Philosoph: „You only live once!“ Und daher kann man sich gar nicht genug absichern.

Bildquelle Titelbild: http://www.lostateminor.com/2013/12/05/meet-gangsta-grandparents/

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