Zwischen Billyregalen und Bambuspflanzen treffen wir Julia. Sie ist 22 Jahre alt und steckt gerade im ersten Jahr ihrer Ausbildung als Handelsfachwirtin bei IKEA. Einen Tag lang dürfen wir sie bei ihrer Arbeit begleiten. Dabei wird es um die IKEA-Familie gehen, Julias tägliche Aufgaben – und ihren Wunsch, einmal ins Bälleparadies abzutauchen.
IKEA-Azubi im Interview

Wir folgen Julia auf ihrem allmorgendlichen Rundgang durch die Abteilung. Ihre erste Aufgabe: Mit ihrem Team bespricht sie die Aufgaben für den Tag. Die Verkaufsfächer müssen aufgeräumt werden, alles muss an Ort und Stelle stehen. Schließlich soll die Kundin, die sich gleich eine neue Lampe kauft, auch die passende Glühbirne dazu finden.

Julia: Am liebsten überlege ich mir, wie wir Kunden den Einkauf erleichtern können. Es ist toll, viele verschiedene Charaktere aus vielen Ländern kennenzulernen und mit ihnen Lösungen zu erarbeiten. Jeder einzelne Mitarbeiter trägt unzählige Ideen in sich und sieht Dinge aus anderen Blickwinkeln.

IKEAWie empfindest du in deiner Ausbildung den Umgang mit deinen Kolleginnen und Kollegen?
IKEA ist quasi mein zweites Zuhause. Die Arbeit macht unglaublich viel Spaß und die Mitarbeiter werden mit der Zeit zu einer Art Familie. Bei IKEA bist du deinen Mitmenschen sehr wichtig und das ‚Du‘ erleichtert den Einstieg in die große IKEA-Familie sehr.

Der persönliche Austausch scheint dir also wichtig zu sein. Hast du dich deshalb für eine Ausbildung bei IKEA entschieden?
Ja, absolut. Ikea ist ein Unternehmen, das viel Wert auf seine Mitarbeiter legt. Hier habe ich die Chance, mich menschlich und fachlich weiterzuentwickeln. Sowohl national als auch international. Das liegt auch am intensiven Kundenkontakt: IKEA bedient jeden Kunden vom kleinen bis zum großen Geldbeutel.

Da muss es doch in deinem Alltag auch zu lustigen Momenten kommen, oder? Hast du spontan eine Story parat?
Am lustigsten sind Kunden, die Artikel im Internet gesehen haben und dann im Laden versuchen, sich an den Namen zu erinnern. Die schwedischen Wörter sind gar nicht so leicht auszusprechen – vor allem, wenn man nicht mehr weiß, wie es wirklich hieß. Gestern erst hatte ich einen Kunden, der auf der Suche nach dem Artikel Wilranken war. Ich musste diesen Artikel irgendwie erraten, am Ende wurde dann ein komplett anderes Wort daraus: Lillangen – aus unserem Badmöbel-Sortiment.

IKEA 2Und welchen Artikelnamen aus dem IKEA-Sortiment findest du am lustigsten?
Da muss ich spontan an unsere Hutablage Lustifik denken. Auch nicht schlecht ist Lekman, oder? Das ist eine Box für das Kallaxregal.

Schon ist der halbe Tag rum und es geht in die Mittagspause. Auf dem Weg Richtung Mitarbeiterrestaurant geht es an der Dekoabteilung vorbei. Hier bleibt Julia kurz stehen: „Ich liebe den Geruch der vielen verschiedenen Kerzen und Pflanzen. Das ist mein Lieblingsort hier.“ Wir fragen uns, was es bei Ikea zu essen gibt. Köttbullar mit Preiselbeersauce? Hot Dogs?

„Das Angebot ist immer unterschiedlich. Mal gibt es Schnitzel, mal Spargel, mal Köttbullar. Es ist nicht nur jeden Tag eine Überraschung, was es zu essen gibt, man weiß auch nie, mit wem man das leckere Essen genießen darf. Hier kennt jeder jeden und man setzt sich einfach irgendwo dazu.“

Nachdem wir uns alle gegenseitig „Smaklig måltid!“ gewünscht haben, gibt es zum Nachtisch noch ein paar Fragen an Julia.

Zitat 02Du bist jetzt seit knapp einem Jahr bei IKEA. Beschreib uns deine Aufgaben doch ein bisschen genauer.
Zurzeit bin ich im Verkauf in der Beleuchtung/Aufbewahrung. Jeden Tag beschäftige ich mich mit meinem Sortiment und den vielen Kundenfragen. Immer kommen andere Aufgaben dazu und ich lerne viel Neues. Dabei steigt mit der Zeit dann auch die Verantwortung. Ich hätte nie damit gerechnet, dass mir so viel Vertrauen und Wertschätzung entgegengebracht wird.

Hast du in deiner Ausbildung auch ein paar Worte Schwedisch aufgeschnappt? Wie wäre es mit einer kleinen Kostprobe?
Tatsächlich reizt es mich, zu verstehen, was unsere Produkte ins Deutsche übersetzt bedeuten. Daher lerne ich derzeit privat etwas Schwedisch. „Varifran kommer du?“ Das heißt: „Woher kommst du?“ Und falls ein schwedischer Kunde bei seinem Einkauf mal nach dem Weg fragt, kann ich sagen: „Ga till vänster/till höger.“ Schon geht er nach links oder rechts.

IKEA-Mitarbeiter im VerkaufUnser gemeinsamer Tag ist leider fast zu Ende. Was machst du denn als letztes, bevor du gleich Feierabend hast?
Ich sortiere überflüssige Verpackungen weg und schaue, dass alles sauber ist. Wenn Kunden mal was falsch zurücklegen, bin ich zur Stelle. Ich räume die Artikel soweit zusammen, dass die neue Ware für morgen wieder genügend Platz hat.

Warum freust du dich darauf, morgen wieder zur Arbeit zu gehen?
Weil meine Arbeit immer anders ist und ich jeden Tag etwas Neues lerne.

Kurz bevor wie uns von Julia verabschieden, kommen wir am Bälleparadies vom Småland vorbei: bunte Bälle, soweit das Auge reicht! Da müssen wir Julia einfach die Frage stellen, die uns auf der Zunge liegt…

Schon mal in einem unbeobachteten Moment ins Bälleparadies abgetaucht?
Leider noch nicht. Das Småland ist immer mit Personal besetzt, das stets ein wachsames Auge hat. 😉

Wir bedanken uns bei Julia für diesen aufregenden Tag. Wir haben nicht nur unser Schwedisch ein bisschen aufgefrischt, sondern vor allem Julias Alltag bei IKEA kennengelernt. Träumst du auch heimlich vom Sprung ins bunte Bälleparadies? Für das Jahr 2016 gibt es noch wenige offene Ausbildungsstellen bei IKEA. Ab September kannst du dich für das Ausbildungsjahr 2017 bewerben.

Bildquelle IKEA Deutschland GmbH & Co.KG
Bildquelle Holzhintergrund © 10 FACE/Shutterstock.com
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