Die Suche nach der richtigen Ausbildung kann hart sein, sich ziehen und ziemlich viele Enttäuschungen bereithalten, bis man schließlich endlich das Richtige findet. Was aber die Wenigsten wissen: Nicht alle Ausbildungsplätze werden besetzt und auch nicht selten schmeißt mal ein Azubi seine Lehre hin. Wie kann das sein? Warum sind so viele unzufrieden? Und vor allem: Was können die Arbeitgeber oder auch (zukünftige) Azubis tun, um das Problem beim Schopf zu packen? Um den Antworten dieser Fragen auf die Schliche zu kommen, mussten Informationen und Fakten her, denn auch wenn Spekulation mal hilfreich sein kann, sind hier realistische Beispiele gefragt. Diese Mühe haben wir uns gemacht, zahlreiche – (für die, die es genauer wissen wollen) 1006 –  Azubis in ihrer Berufsschule besucht, interviewt und unter dem Namen „azubi.report 2014“ alles Wissenswerte aus der Studie zusammengestellt.

Als Vorgeschmack auf den „azubi.report 2014“ gibt es auf dem Blog eine Preview mit allem, was man als Auszubildender wissen sollte, um nicht in dieselben Mausefallen zu treten und die eigene Ausbildung perfekt anzugehen. Klingt interessant? Dann lies weiter!

Wer ist dieser Typ überhaupt? oder: Der Durchschnitts-Azubi stellt sich vor!

Zunächst ist es nicht schlecht sich ein Bild von den Personen zu machen, um die es gehen soll. Es ist ziemlich leicht von Auszubildenden zu reden, wer aber sind diese Leute überhaupt? Und was macht sie aus? Abiturient oder eher Hauptschüler? Spärliches Gehalt oder reichlich Kohle in der Tasche? Lange Rede, kurzer Sinn – das ist der durchschnittliche Auszubildende 2014:

report

Hey, wer hätte es gedacht?

An dem Gerücht, dass jeder Abiturient später zwangsweise die Uni besucht, ist doch nichts dran. Laut „azubi.report 2014“ hat der durchschnittliche Auszubildende das Gymnasium besucht und sich nach seinem Abitur für eine Ausbildung entschieden. Gleichzeitig ist auch das Vorurteil, die Ausbildungen seien von Hauptschülern überflutet, widerlegt. Im Gegenteil! Die Suche nach einem Ausbildungsplatz scheint für den Hauptschüler ganz schön hart zu sein. So schaffen es nur 14,6%, sich mit Ellenbogenstößen durch die Azubimenge zu kämpfen und sitzen in der Berufsschule sogar häufiger neben ehemaligen Gymnasiasten als neben Azubis mit Realschulabschluss.

Doch das sind laut „azubi.report 2014“ nur Mittelwerte; zwischen den verschiedenen Berufszweigen können sich oft Abgründe auftun – so unterschiedlich kann die Mischung an Abiturienten, Azubis mit Real- und Hauptschulabschluss sein. Während die Hauptschüler eher den Einzelhandel und das Handwerk bevorzugen, neigen die Realschüler eher zu Team Gastronomie, Technik oder Gesundheit. IT- und kaufmännische Ausbildungsplätze sind zu über 70% mit Abiturienten gefüllt.

Für ihre vermehrte Anwesenheit in Ausbildungen leisten die Abiturienten auch einiges an Vorarbeit: 22,4 mit viel Mühe geschriebene Bewerbungen schicken sie im Durchschnitt ab und erhalten dafür auch meist den gewollten Platz. Doch ob diese Ausbildungsstelle dem Azubi nach 1-2 Monaten immer noch so toll erscheint, ist fragwürdig, denn jeder Fünfte ist mit seinem Unternehmen unzufrieden. Das ist jedoch nichts im Vergleich zur Berufsschule, diese outet sich im „azubi.report 2014“ mit nur 66,6% zufriedenen Azubis als ‚Hölle der Ausbildung‘.

Und die eigentlichen Probleme?

Und was sind jetzt die Gründe dafür, dass 12,5% aller Auszubildenden vorzeitig „Lebewohl“ zu diesem beruflichen Schritt sagen? Ein Großteil gibt zu, von der Ausbildung ganz andere Erwartungen gehabt zu haben und so nach einiger Zeit das Interesse daran verloren zu haben. Dass es zwischen Schule und Beruf eine klaffende Lücke gibt, das beweisen die Azubis, die sich wundern, wo denn ihre Freizeit geblieben ist. Neben Problemen mit den Kollegen oder Vorgesetzten, wünschen sich im „azubi.report 2014“ viele Azubis schlichtweg, mehr Geld zu verdienen. Den Kürzeren haben da diejenigen gezogen, die sich für den Einzelhandel entschieden haben und im Schnitt grade mal mit 417,05 Euro Gehalt über die Runden kommen müssen.

Im Vergleich dazu räumt der Naturwissenschaftler regelrecht ab, denn mit 829,23 Euro verdient er das Doppelte. Überhaupt scheint der naturwissenschaftliche Berufszweig das Azubiparadies zu sein: Stellvertretend dafür kann die Ausbildung zum Chemikanten 100% der Teilnehmer überzeugen und katapultiert sich im Ranking der Top-3-Ausbildungen nach ganz oben, wenn man die Zufriedenheit als Kriterium nimmt.
Na, neugierig geworden? Wenn du noch mehr über den durchschnittlichen Auszubildenden und die Hürden und Realitäten erfahren willst, denen er sich täglich stellt, dann lade dir doch hier den kompletten „azubi.report 2014“ herunter, um ausführlicher darin zu stöbern.

Teilen: