Die Bewerbung war ein voller Erfolg und jetzt heißt es: Probetag ich komme! Eigentlich solltest du dich freuen, aber stattdessen fühlst du dich eher wie ein Fisch auf dem Trockenen? Du weißt einfach überhaupt nicht, was genau auf dich zukommt? Das lässt sich ganz schnell ändern: Wir haben Azubi Stefan und seinen Ausbilder Herrn Pelzer bei NORDSEE getroffen und mit Fragen rund ums Probearbeiten gelöchert. Welche Aufgaben Stefan vor seiner Ausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie meistern musste und wie du dich auf diesen besonderen Tag vorbereiten kannst, verraten wir dir heute im Blog.


Ausbilder Pelzer bei NordseeWelche Aufgaben erwarten den Bewerber an seinem Probetag? Packt er direkt mit an oder schaut er mehr über die Schulter?
Herr Pelzer: Nach Möglichkeit packt der Bewerber sofort mit an, indem er auf den jeweiligen Stationen an der Seite eines „Paten“ direkt mitarbeitet.

 

Wie war denn dein Probetag, Stefan? Gab es Aufgaben, mit denen du überhaupt nicht gerechnet hast?
Stefan: Es hat einfach alles gestimmt. Ich durfte an meinem Probetag direkt viele Gäste bedienen, womit ich eigentlich nicht gerechnet hätte. Mit am meisten Spaß macht mir das persönlich bis heute auch noch.

Wovor hattest du an deinem Probetag am meisten Angst? Warst du sehr nervös oder hast du das eher locker gesehen?
Stefan: Vor allem habe ich mich auf neue Arbeitskollegen, einen neuen Arbeitsplatz und auf die neuen Aufgaben gefreut. Etwas nervös war ich natürlich trotzdem.

Herr Pelzer, gibt es einen Probetag, den Sie nie vergessen werden, weil ein Bewerber Sie besonders beeindruckt hat? Wie hat er das geschafft?
Herr Pelzer: Ja, den gibt es. Ein 16-jähriger vorbildlicher Schüler, passt beim Ware wegräumen super auf und hat schnell verstanden, wohin die jeweilige Ware verräumt wird. Anschließend hat er die neuen Bestellmengen fast selbstständig in unser Bestellportal eingegeben, aktiv Baguettes zubereitet und mittags mit einem Paten die Kunden bedient und abkassiert. Und dabei hatte er immer gute Laune und Freude!

Um den Probetag genauso gut zu meistern, kann sich der Bewerber auf diesen Tag vorbereiten? Wenn ja, wie genau?
Probetag vor der Ausbildung bei Nordsee
Herr Pelzer: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich den Probetag vorzubereiten. Zum einen kann schon mal die Arbeitskleidung, Schuhe oder das Gesundheitszeugnis organisiert werden. Zum anderen kann man sich zum Beispiel auf der Homepage über unsere Produkte informieren oder die Betriebsstätte vor dem Probetag privat besuchen, um den Arbeitsablauf zu beobachten und um die Produkte zu probieren.

Ein Gesundheitszeugnis am Probetag dabei zu haben, ist also nur von Vorteil. Schließlich räumen angehende Azubis beim Probearbeiten nicht nur Tabletts weg, sondern bringen sich von Anfang an ein und arbeiten direkt mit Lebensmitteln. Das geht aber eben nur, wenn an der sogenannten „Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz“ teilgenommen wurde. Es hat also nicht nur Stefan etwas gebracht vorher einen Termin beim Gesundheitsamt zu machen, sondern ist für alle empfehlenswert, die es an ihrem Probetag mit Lebensmitteln zu tun bekommen. 

Abgesehen vom Gesundheitszeugnis, machen sich Bewerber auch um die Arbeitskleidung Gedanken. Muss der Bewerber etwas bei der Wahl seiner Kleidung beachten? Oder bekommt er Arbeitskleidung gestellt?
Herr Pelzer: Schuhe und Arbeitshose sind selbst mitzubringen. Das Shirt und die Schürze werden von Nordsee gestellt.

Das Hemd ist an und die blaue Schürze, mit dem kleinen roten Fisch auf der Seite, sitzt auch perfekt. Jetzt kann es losgehen mit den verschiedenen Aufgaben, die am Probetag anstehen. Ganz anders als gewohnt, stand Stefan dann auf der anderen Seite der Fischtheke und nahm Kundenbestellungen entgegen. Als er auf Anhieb mal nicht wusste, wie das Kabeljaurückenfilet aussieht, war sein netter Kollege bereits zur Stelle und half ihm aus.

Probetag bei NordseeAn einem Probetag erwarten einen viele fremde Gesichter. Wie wurdest du von deinen Kollegen und Betreuern aufgenommen? Stefan: Mit offenen Armen. Viel mehr kann ich dazu nicht sagen, da man sich hierüber absolut keine Sorgen machen musste.

Kannst du dich an eine Situation erinnern, in der etwas überhaupt nicht geklappt hat und du schon dachtest, dass der Probetag für dich gelaufen ist?

Stefan: Um ehrlich zu sein nicht. Die Kollegen passen da schon sehr gut auf und helfen immer direkt. Da man Einblicke in so viele Bereich erhält, ist das aber auch nötig.

Ein Probearbeiten voller Pannen – sowas gibt es doch bestimm auch, oder?
Herr Pelzer: Viel zu oft! Der Bewerber kommt zu spät, die Unterlagen fehlen oder der Bewerber hat zwei linke Hände bei der Zubereitung. Außerdem macht es natürlich nicht den besten Eindruck, wenn man sagt: „Das Arbeitsamt hat gesagt, ich muss einen Probetag machen…“. Zudem gab es auch mal einen Bewerber, der eigentlich nur im Weg stand, kein Interesse gezeigt und keine Fragen gestellt hat.

Kunden bedienen, in der Küche mithelfen oder Produkte wegräumen – dank den vielen abwechslungsreichen Aufgaben verging der Probetag schneller als Stefan „Fischverarbeitungsschiff“ sagen konnte. Er hat sein Bestes gegeben und konnte dann nur noch hoffen, eine erfreuliche Rückmeldung zu erhalten.

angehender Azubi beim ProbetagStefan, mit welchem Gefühl bist du nach deinem Probetag nach Hause gefahren?
Stefan: Ich hatte Spaß bei der Arbeit und mit den Kollegen. Gleichzeitig habe ich gehofft, dass ich alles gut gemacht habe und NORDSEE sich schnell bei mir meldet.

Und wie geht es anschließend weiter? Wie lange muss ein Bewerber zittern, bis er Bescheid bekommt?
Herr Pelzer: Wenn der Bewerber einen sehr positiven Eindruck während des Probetages hinterlassen hat, bekommt er direkt am gleichen Tag des Probearbeitens die Möglichkeit zu einem entsprechenden Einstellungsgespräch oder aber eine entsprechende Zusage beziehungsweise Absage innerhalb von zwei Tagen. So muss keiner lange zittern, bis er ein Feedback erhält.

Mal aus der Sicht eines Azubis: Welchen Tipp kannst du jedem angehenden Azubi auf dem Weg geben?
Stefan: Als Azubi sollte man einfach nicht vergessen, dass man sich im Lernprozess befindet. Dass hin und wieder Fehler passieren, ist ganz normal. Daraus lernt man schließlich und dann passieren sie eben nicht mehr. Zudem sollte man immer mit seinem Vorgesetzten und den Kollegen reden und Fragen stellen. Dadurch versteht man besser, worauf es in diesem Job ankommt, und kann seine Aufgaben besser ausführen.

Wir bedanken uns bei Stefan und Herrn Pelzer für dieses aufschlussreiche Interview. Stefan hat mit seiner Ausbildung als Fachmann für Systemgastronomie den ganz großen Fang gemacht und weiß mittlerweile auch wie ein Kabeljaurückenfilet aussieht. Wenn du jetzt nicht nur Appetit auf Fisch bekommen hast, sondern auch dein Interesse an einer Ausbildung bei NORDSEE geweckt wurde, solltest du dich über die freien Ausbildungsplätze informieren.

 

Bildquelle Titelbild:©NORDSEE GmbH

Bildquelle Holzhintergrund: mama_miaShutterstock

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