Um deinen Ausbildungsabschluss zu meistern, musst du nicht nur eine schriftliche, sondern auch die mündliche Prüfung packen. Und wenn selbst ein Elyas M’Barek vor einem Drehstart nervös wird, ist es kein Wunder, dass du vor deiner mündlichen Performance aufgeregt bist. Denn das Gespräch mit den Prüfern ist ein Sprung ins Ungewisse, du hast vermutlich keine Ahnung, welche Fragen auf dich zukommen. Durchatmen, an dich selbst glauben – und unsere Tipps lesen. So wird deine mündliche Prüfung auch ohne hellseherische Fähigkeiten zu einer preisverdächtigen Vorstellung.

Diese Situation erwartet dich:

PrüferDu bist nicht allein
Wenn du den Prüfungsraum betrittst, sitzen noch mindestens drei weitere Personen im Raum. Das soll dich aber keinesfalls verunsichern. Damit wird lediglich festgestellt, dass alles mit rechten Dingen zugeht und du eine objektive und fehlerfreie Bewertung erhältst. Denn auch Prüfer sind nicht unfehlbar.

 

Du hast die Wahl – meistens zumindest
In vielen Fällen darfst du zwischen zwei praxisbezogenen Aufgabenstellungen wählen. Wenn du dich für eine entschieden hast, darfst du dich ein paar Minuten darauf vorbereiten. Diese Vorbereitungszeit dauert in der Regel 10 bis 15 Minuten. Je nach Ausbildung kann es aber auch vorkommen, dass du verschiedene Fragen zu einem bestimmten Fachgebiet beantworten musst. Zusätzlich solltest du dich mit Fachbegriffen auskennen und diese erklären können, zum Beispiel was GmbH bedeutet. Es gibt sogar Azubis, die in ihrer mündlichen Prüfung eine Präsentation halten müssen. Mit der richtigen Vorbereitung ist aber alles machbar.

Du hast nicht alle Zeit der Welt
Die erste Frage ist der Startschuss, ab da an ist alles Teil deiner Prüfung. Wie lange du durchhalten musst, ist von Ausbildung zu Ausbildung unterschiedlich. In der Regel dauert so eine mündliche Prüfung aber um die 20 Minuten.

Mit diesen Tipps kann nichts schiefgehen:

TippsDu hast gut reden!
Nicht zu schnell und nicht zu langsam – versuche in deinem normalen Sprechtempo und vor allem deutlich zu reden. Lass den Prüfer ausreden, hör‘ gut zu und überlege ruhig einen Moment, bevor du antwortest. Es muss nicht alles wie aus einer Kanone geschossen kommen. Und ganz wichtig: Bring es auf den Punkt! Bloß nicht zu sehr um den heißen Brei reden, sondern klar und deutlich die Frage beantworten.

Ich schau dir in die Augen, Prüfer
Vermeide es, die ganze Zeit auf den Tisch oder deine Hände zu gucken. Halte stattdessen Blickkontakt mit deinen Prüfern. Dadurch wirkst du nicht nur selbstsicherer, sondern kannst auch sehen, wenn der Prüfer mal nickt oder sogar ein kleines Lächeln von sich gibt – das ist nämlich oftmals ein gutes Zeichen.

Wenn du eine Frage nicht verstehst…
… solltest du nicht versuchen, sie irgendwie trotzdem zu beantworten. Trau dich und hak noch einmal nach. Du darfst ruhig zugeben, dass du die Frage nicht verstanden hast. Übrigens: Gegenfragen solltest du nicht negativ auffassen. Die gehören zu jeder Prüfung und sollen das Gespräch nur vertiefen.

übenÜben, üben, üben
Auch, wenn du nicht weißt, welche Fragen vorkommen, kannst du zumindest die Prüfungssituation nachstellen. Frag Freunde oder Familienmitglieder, ob sie so eine Prüfung mit dir nachspielen. Dann kannst du wenigstens vorab gucken, wie gut die Themen sitzen, ob du anfängst schneller zu reden oder zu häufig ääähst und ääähmst.

Nutze den Abend davor
Um dir unnötigen Stress an deinem wichtigen Tag zu ersparen, solltest du dir be
reits am Abend darüber Gedanken machen, was du am Tag der Prüfung anziehst. Ein gut sitzender Anzug oder ein elegantes Kostüm muss es nicht unbedingt sein, ein bisschen schick darf es aber durchaus werden. Wie wäre es beispielsweise mit einem Hemd oder einer Bluse? Dazu eine ordentliche Hose, die weder Löcher hat noch an einen Schlafanzug erinnert – solche Fehlgriffe sind zumindest typische Fettnäpfchen. Anschließend noch rechtzeitig ins Bett gehen, damit du auch ja nicht verschläfst. Denn zu spät zur Prüfung kommen, das ist ein absolutes No-Go.

Wenn du auf deine Stärken vertraust, die Ruhe bewahrst und dich gut vorbereitet hast, ist deine Angst vor der mündlichen Prüfung unbegründet. Denk einfach immer daran: Der Prüfer will dir nichts Böses. Wenn du ihm also zeigst, dass du es kannst, belohnt er dich auch demensprechend mit einer fairen Note. Wir wünschen dir auf jeden Fall viel Erfolg! Ach ja, und natürlich auch keinen Frosch im Hals.;)

 

 

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