Immer mehr Menschen versuchen sich im Beruf des Masseurs bzw. der Masseurin. Einige davon stellen sich vielleicht vor, dass man sich den ganzen Tag im Wellnessbereich eines Hotels oder Spas chillt und ab und zu ein Wenig an reichen Menschen rumknetet. Falsch gedacht! Es ist kein leichter Beruf und wer schon einmal Erfahrungen in diesem Bereich sammeln konnte, wird festgestellt haben, dass die Ausbildung zum Masseur durchaus umfangreich ist.

Eine beinharte Ausbildung – ein beinharter Job

Vor ihrer Ausbildung zum Masseur glauben viele, dass man in diesem Beruf im Endeffekt nur dafür sorgen muss, dass er sein Gegenüber mit der Massage und ein paar duftenden Ölen entspannt und vielleicht ein paar kleine Verspannungen wegknetet. Doch das ist nicht der Fall: Der Masseur muss neben der körperlichen Ausdauer nicht nur unzählige Massagearten beherrschen, sondern hat auch die Aufgabe, den menschlichen Körper zu kennen. Denn Massagen werden auch dann nötig, wenn etwa eine Verletzung stattgefunden hat oder bestimmte Körperregionen nach einer Operation Schwierigkeiten bereiten. Dabei ist es wichtig, während der Ausbildung die menschliche Anatomie bis ins kleinste Detail zu erlernen. Außerdem ist der Masseur auch dann gefragt, wenn jemand nach einem Unfall oder eine Verletzung in die Rehabilitation (also Nachsorge) muss. In der Ausbildung zum Masseur lernt man also auch, wie durch Massagen Verletzungen gelindert werden bzw. zu ihrer Heilung beigetragen werden kann.

Das Angebot bestimmt die Nachfrage

Wie gesagt: In der Ausbildung zum Masseur lernt man diverse Techniken. Möchte man sich danach selbstständig machen, hat man den Vorteil, dass man sein Angebot selbst festlegen kann. Im Beruf kann man sich dann grundsätzlich auf jegliche Massageart spezialisieren und so einen Kundenstamm erarbeiten. Natürlich ist es – wie in allen selbständigen Tätigkeiten – zu Beginn schwer. Denn die Leute müssen einserseits erstmal auf die eigene Praxis aufmerksam gemacht und natürlich von dir und deiner Arbeit überzeugt werden. Viele Masseure verderben den Brei, du solltest dich also auch auf Konkurrenz einstellen und vielleicht nicht gerade dort deine Massagepraxis eröffnen, wo es bereits mehrere davon gibt. Grundsätzlich gilt aber: Wer gezielt auf Marketing setzt und mit seinem Können brilliert, hat gute Chancen, am Markt zu bestehen.

Auch in Hotels einsetzbar

Ausgebildete Masseure und Masseurinnen haben neben der Selbstständigkeit noch die Möglichkeit, in einem Hotel mit Wellness- oder Spaangeboten angestellt zu werden, in einer medizinischen Anstalt oder auch während der Physiotherapie ihre Dienstleistungen anzubieten. Der Vorteil beim Angestelltenverhältnis ist, dass man nicht selbständig eine Initiative ergreifen muss und nicht nur dann Geld erhält, wenn der Kunde zahlt. In einem Beschäftigungsverhältnis kann sich der Masseur also auf sein monatliches Gehalt verlassen. Allerdings kann man sich in solch einem Angestelltenverhältnis nicht unbedingt auf die Massagearten spezialisieren, auf die man am meisten Lust hat. Man muss sich also zwischen einer gewissen Freiheit, verbunden mit einem größeren Risiko und einem zuverlässigen Einkommen, das eventuell aber mit ein paar Einschränkungen einhergeht, entscheiden.

Ihr seht schon: Das Massagegeschäft entspricht nicht unbedingt den Vorstellungen, die man hat, wenn man sich einmal im Wellnesshotel eine Massage gegönnt hat. Wer aber eine gute Portion Motivation und echte Leidenschaft für den Job mitbringt, kann sehr erfolgreich und mit viel Spaß alle großen und kleinen Wehwehchen wegmassieren. Die Kundinnen und Kunden werden auf jeden Fall dankbar sein.
Mehr Infos dazu findet ihr übrigens hier

Bildquelle Titelbild:© Tyler Olson | Thinkstock

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