Sie eignen sich besonders gut zum Vokabellernen, helfen aber auch, um komplexe Themen zu verinnerlichen: Karteikarten. Wir zeigen dir, wie man Karteikarten sinnvoll zum Lernen verwendet und für welchen Lerntyp sie besonders geeignet sind.

Mit Karteikarten lernen

Der Klassiker: Vokabeln lernen

Möchtest du mit Hilfe von Karteikarten Vokabeln lernen, schreibst du am besten auf die eine Seite das deutsche Wort und auf die andere Seite dasselbe Wort in der Fremdsprache. Es kann auch helfen, kleine Bildchen zu manchen Wörtern zu malen, häufig prägen sie sich dann besser ein. Wenn du zum Beispiel das englische Wort „dog“ lernen möchtest, dann mal dir doch als kleinen Hinweis einfach einen Knochen daneben.

Vokabeln, die zu einer Lektion gehören oder inhaltlich gut zusammenpassen, solltest du zu einem Stapel ordnen. Du kannst dir nun selbst überlegen, wie du lernen möchtest, ob zum Beispiel Deutsch – Englisch oder Englisch – Deutsch. Es ist häufig auch hilfreich, abwechselnd beide Varianten durchzuführen, denn so bleiben die Wörter noch besser in deinem Gedächtnis hängen.

Karteikarten für Prüfung

Wie bewahrt man die Karteikarten auf?

Um die Karteikarten geordnet aufzubewahren, kannst du eine Lernbox mit Trennwänden benutzen. Das Gute an einer solchen Box ist, dass du durch die verschiedenen Fächer die Möglichkeit hast, die Stapel zu sortieren.

Ordne am besten diejenigen Wörter, die schon gut klappen, in die hinteren Fächer ein und platziere schwierigere Karteikartenstapel weiter vorne.

So hast du stets einen Überblick, was du noch stärker vertiefen musst und welche Wörter du dir nur gelegentlich anschauen brauchst. Alternativ zu der Lernbox kannst du deine Karteikarten auch mit Zeichen versehen. Nutze zum Beispiel Häkchen für die Karten, die du auf Anhieb wusstest und Kreuze für schwierigere Wörter.

Sprache lernen mit Karteikarten

Kann man mit Karteikarten nur Vokabeln lernen?

Eindeutig nein! Mit Karteikarten kannst du auch komplexeren Lernstoff verinnerlichen. Überlege dir dazu am besten, wie du verschiedene Themen in konkrete Fragen verpacken kannst, auf die du eine recht knappe aber präzise Antwort geben kannst. Diese Fragen schreibst du dann jeweils auf die eine Seite der Karteikarte und die Antworten auf die andere Seite.

Eine Frage könnte zum Beispiel lauten: „Wann fand der Erste Weltkrieg statt?“ und die Antwort auf der Rückseite wäre dann: „28.07.1914 – 11.11.1918“. Hast du alle Fragen auf die Karteikarten geschrieben, kannst du sie nun nacheinander durchgehen und im Anschluss nachschauen, ob du mit deiner Antwort richtiggelegen hast.

Auch hierbei kann es helfen, thematisch ähnliche Fragen einem Stapel zuzuordnen und Fragen, die du direkt beantworten kannst, mit einem Häkchen zu versehen.

Karteikarten in der Ausbildung

Fragen, bei denen du länger nachdenken musst, bekommen wie bei den Vokabeln auch ein Kreuz. Du kannst dir aber auch für deine Fragen eine Lernbox anschaffen und anstelle der Zeichen wieder das Fächerprinzip verwenden: Je besser du die Fragen kannst, umso weiter wandern sie in deiner Box nach hinten.

Für welchen Lerntyp sind Karteikarten geeignet?

Wenn du zu den Personen gehörst, die am besten dadurch lernen, dass sie Dinge visuell vor sich haben, sie immer wieder lesen und im Kopf durchgehen, dann solltest du die Karteikarten-Methode unbedingt ausprobieren. Dem sogenannten visuellen Lerntypen hilft es vor allem auch, Bilder, Illustrationen oder Grafiken direkt vor sich zu haben, da er sich diese so am besten einprägen kann.

Schon das Schreiben der Karteikarten trägt zum Verinnerlichen des Inhalts bei und unterstützt den Lernprozess.

Strukturiert lernen mit Karteikarten

Lohnt sich der ganze Aufwand für mich?

Klar: Das Schreiben erfordert sehr viel Fleiß. Und das Malen von Bildern passend zum Inhalt nimmt oftmals auch etwas mehr Zeit in Anspruch. Überlege dir also, ob du bereit bist, dafür regelmäßig Zeit und Arbeit zu investieren. Sind die Karteikarten aber erst einmal fertig, hast du eine gute Grundlage, um effektiv zu lernen.

Wenn du glaubst, diese Lerntechnik könnte dir beim Lernen helfen, dann besorg dir doch am besten einen Stapel Karteikarten im Schreibwarengeschäft. Oder bastel dir selbst welche aus dickem Papier und probier es aus. Du wirst merken, der Aufwand lohnt sich!

Wie lerne ich mit Karteikarten

Titelbild:© Jakob Owens/unsplash.com

Buch mit Welle:© Andrew Neel/unsplash.com

Bücherstapel:© John-Mark Kuznietsov/unsplash.com

Bücherwand:© Patrick Tomasso/unsplash.com

Buntstifte:© Neven Krcmarek/unsplash.com

Buch:© Dana Marin/unsplash.com

Papierhaufen:© Brandi Redd/unsplash.com

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