Was für ein wunderbarer Moment: Du hast gerade deinen Schulabschluss in der Tasche und dir stehen zahllose Möglichkeiten offen. Nun kannst du endlich Geld verdienen, um dir das Leben zu leisten, von dem du schon so lange träumst. Hast du deine Unterschrift unter den lang ersehnten Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen gesetzt, folgt allerdings oft genau das, was du eigentlich hinter dir lassen wolltest: Schon wieder eine Schule, die alles von dir abverlangt.

Schon wieder die Schulbank drücken?

Der Besuch der Berufsschals-azubi-nachhilfe-nehmenule gehört zu jeder Berufsausbildung dazu (in der schulischen Ausbildung sowieso), ob man will oder nicht. Viele Auszubildende kommen dann zwar im eigenen Betrieb gut klar, haben aber nach dem Beginn der Berufsschule zunehmend Probleme mit den Lerninhalten – und der Motivation, wieder drei Jahre zur Schule gehen zu müssen. Was kannst du als Azubi tun, um neben dem Einsatz im Betrieb auch in der Berufsschule gute Leistungen abzuliefern?

Problem erkannt, Problem gebannt

Wichtig ist, dass du dich nicht hängen lässt, sondern Probleme selbst erkennst und löst. In der Berufsschule bist du auf keinen Fall auf dich allein gestellt! Denn vor allem in den berufsspezifischen Fächern kann es zu Problemen kommen. Das ist völlig normal.

Was jeder Berufsschüler wissen sollte: Auch nach der „normalen“ Schulzeit ist es möglich und üblich, bei Problemen Nachhilfeunterricht zu beantragen und zu erhalten.

Es gibt sogar zahlreiche Angebote, sodass niemand mit seinen Problemen allein gelassen wird.

Kostenlose Nachhilfe über die Bundesagentur für Arbeit

In jeder Stadt gibt es private Angebote für so ziemlich jedes Fach und für alle Ausbildungsberufe.

Aber wusstest du, dass du über die Bundesagentur für Arbeit komplett kostenlos am Nachhilfeunterricht teilnehmen kannst? Dafür beantragst du die sogenannte ausbildungsbegleitende Hilfe (abH). Warum es das gibt?

Da ein Abbruch der Ausbildung vor allem dir, aber auch dem Betrieb sowie dem Staat nur wenig weiterhilft, wird diese Art von Hilfe finanziell gefördert.

Das bedeutet: Für dich entstehen keinerlei Kosten für den Unterricht, da dieser vom Arbeitsamt bezahlt wird. Sogar deine Ausbildungsvergütung wird übernommen, sofern du von deinem Ausbildungsbetrieb für den ausbildungsbegleitenden Nachhilfeunterricht freigestellt werden musst. Es ist übrigens auch egal, wann du Nachhilfe nimmst, also ob du beispielsweise direkt zum Start Unterstützung suchst oder dich auf die Abschlussprüfung vor der IHK vorbereiten möchtest.

Zusammen lernen macht Spaßgemeinsames-lernen-als-azubi

Nachhilfe tut nicht weh. Im Gegenteil: Du sitzt in entspannter Atmosphäre mit deinem Nachhilfelehrer zusammen und kannst dich mit den fachlichen Fragen an jemanden wenden, der sich damit auskennt. Und falls du es nicht so mit „Fremden“ hast, kannst du die Probleme vielleicht auch mit anderen Azubis aus deiner Berufsschulklasse lösen: Also warum setzt ihr euch nicht in regelmäßigen Abständen zusammen und bearbeitet in einer kleinen Runde knifflige Aufgaben? Mit ein wenig Disziplin und Offenheit kommst du da oft schon sehr weit.

Nobody is perfect

Deine Ausbildung ist ein wichtiger Schritt in deinem Leben. Keine Frage. Oft hat man den Eindruck, mit dem Einstieg in die Arbeitswelt muss man alles in Perfektion beherrschen. Das ist aber ganz sicher nicht so. Selbst erfahrene Fachkräfte aus allen Bereichen lernen nach jahrelanger Berufserfahrung noch etwas dazu. Mach dir also keinen Stress, sondern akzeptiere, dass andere dir bei deinen Problemen helfen können. Nachhilfe in der Ausbildung ist immer eine lohnende Idee!

Bildquelle Titelbild: Kyle Broad/unsplash.com
Hände vorm Gesicht: Dmitry Ratushny/unsplash.com
Gruppe von Jugendlichen: Paul Proshin/unsplash.com

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