Es gibt viele Gründe für einen Neuanfang: Nach Jahren im Job merkt man, dass man gar nicht das macht, was man eigentlich will. Oder man möchte einfach etwas Neues ausprobieren. Ganz egal, was es ist: Dein Alter sollte dich nicht davon abhalten, beruflich durchzustarten. Ob Anfang 20, Mitte 30 oder Ende 40 – für eine Ausbildung ist es nie zu spät.

Es gibt keine Altersgrenzen bei Ausbildungen

Sei es die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement, zum Altenpfleger oder zum Industriemechaniker – gesetzlich gesehen gibt es kein Höchstalter für Ausbildungen. Du kannst dich sowohl mit 16 als auch mit 36 Jahren für eine Berufsausbildung bei einem Unternehmen bewerben. Im Endeffekt entscheidet nämlich der Ausbildungsbetrieb, wer als Azubi eingestellt wird.

Du bist kein Einzelfall: 

Dieses Jahr beenden nämlich mehr als 1200 Azubis, die 40 Jahre oder älter sind, ihre Ausbildung.

Wie so oft gilt aber: Keine Regel ohne Ausnahme

Zugegeben: Im seltenen Fall gibt es aber auch Arbeitgeber, die eine Altershöchstgrenze für Auszubildende vorschreiben. Diese steht meist in der Stellenanzeige und kann variieren. Hast du dich für die Ausbildung zum Beamten im nichttechnischen Verwaltungsdienst entschieden, kann es sein, dass du nicht älter als 50 Jahre alt sein darfst. Auch von der Polizei wird oft ein Höchstalter für Bewerber festgesetzt. Das liegt je nach Ausbildung und Bundesland zwischen 25 und 31 Jahren.

Wie stehen die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen?

Eine Garantie, dass du genommen wirst, gibt es leider nicht. Allerdings stehen die Chancen gar nicht so schlecht, wie du vielleicht denkst. Im Jahr 2016 gab es so viele unbesetzte Ausbildungsstellen wie noch nie. Es herrscht aktuell also ein Azubi-Mangel, weswegen sich die Unternehmen über jede Bewerbung freuen, die sie erhalten – ganz egal, wie alt der angehende Azubi ist. Besonders, wenn du im Bereich Pflege oder Soziales arbeiten willst, bist du als lebenserfahrener Bewerber gern gesehen.

Gibt es für ältere Azubis eine Förderung in der Ausbildung?

Wenn du vorher einen Vollzeitjob hattest und jetzt eine Ausbildung beginnen willst, solltest du dir darüber im Klaren sein, dass du wahrscheinlich einiges weniger verdienen wirst. Im ersten Jahr liegt das Ausbildungsgehalt im Schnitt zwischen 400 Euro und 900 Euro brutto im Monat. Handelt es sich nicht um eine zweite Ausbildung, hast du aber Anspruch auf staatliche Unterstützung, beispielsweise Berufsausbildungsbeihilfe. Bei schulischen Ausbildungen kannst du BAföG beantragen – hier liegt die Altersgrenze bei 30 Jahren.

Kann ich die Ausbildung auch verkürzen?

Je nachdem, welchen Schulabschluss du hast oder welche Berufserfahrungen du bereits vorweisen kannst, ist eine Verkürzung der Ausbildung möglich – etwa mit Abitur oder einer bereits abgeschlossenen Ausbildung. Auch sehr gute Leistungen während der Ausbildung können dir helfen. Es gilt: Setz dich mit deinem Ausbilder zusammen und frag konkret nach.

Bereit für eine Ausbildung? Dann bewirb dich doch für einen Ausbildungsplatz im Jahr 2018.

 

Bildquelle Titelbild:©Joe Gardner/Unsplash

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