Deine Kollegen hast du schon nach einer Woche auf der Kurzwahltaste, dein Chef versichert dir alle fünf Minuten, wie toll du doch alles machst und jeden Morgen wachst du um 6 Uhr mit einem Lächeln im Gesicht zu Vogelgezwitscher auf. Hach, so lässt es sich als Azubi doch leben, oder? – Klar, aber so sieht wahrscheinlich der Alltag keines Azubis aus. Wenn deine Traumvorstellung von deiner Ausbildung schon nach wenigen Stunden im Unternehmen geplatzt ist, lass den Kopf nicht hängen. Es gibt nämlich für alle Probleme eine Lösung und sei mal ehrlich: Bis auf ein paar Dinge ist deine Ausbildung doch eigentlich eine ziemlich gute Sache. Wie du Probleme in der Ausbildung überstehen kannst, erfährst du hier.

Zuallererst: Denk positiv

Wie in allen Dingen ist es auch bei der Ausbildung so: Die Einstellung macht‘s! Ist dein erster Gedanke nach dem Aufstehen also „Der Tag kann nur schlimm werden, ich werde das Falsche sagen, das Falsche tun und die Kollegen werden einen großen Bogen um mich machen!“, dann hast du den Tag voller Probleme schon in der Tasche. Du wirst nur jeden interessierten Blick deines Chefs als kritisch deuten und glauben, dass jedes Schmunzeln deiner Kollegen etwas mit dir zu tun hat. Sei stattdessen selbstsicher und offen für alles, was dir in deiner Ausbildung begegnen könnte!

Es liegt in deiner Hand

Auch wenn du der größte Morgenmuffel überhaupt bist und morgens große Probleme hast, aus dem Bett zu kommen, kannst du perfekt in den Tag starten, um gut gelaunt in deinem Ausbildungsbetrieb aufzutauchen. Sogar wenn das befürchtete Gespräch mit deinem Chef ansteht, sollte dein erster Gedanke „Das pack ich schon!“ sein. Frühstücke dein Lieblingsmüsli und dreh deine Motivationsplaylist auf – du allein entscheidest, wie du mit den Problemen in deiner Ausbildung fertig wirst.

Dein Chef ist mit dem falschen Fuß aufgestanden?

Traurig, aber wahr: Nicht jeder Chef ist verständnisvoll, zuvorkommend und bemüht sich darum, deine Talente zu fördern. Du bist zwei Minuten zu spät und er straft dich mit seinem einschüchternden Blick oder macht dich direkt schlecht? Immer die Ruhe bewahren. Entschuldige dich und achte darauf, dass es nie wieder vorkommt, aber mach dir keinen Kopf, denn ändern kannst du es ja so oder so nicht mehr. Du hast alles richtig gemacht und trotzdem benutzt er dich als seinen Boxsack (natürlich nur im metaphorischen Sinne ;-))? Setz dein Pokerface auf und mach dir nichts draus. Solange er dich nicht persönlich angreift und mit Beleidigungen um sich wirft, kannst du seine schlechte Laune einfach an dir abprallen lassen. Schließlich trägt er viel mehr Verantwortung als du und hat somit auch viel Stress bzw. eigene Probleme. Vergiss das nie und lass dich davon nicht aus der Bahn bringen.

Einigkeit macht stark

Deine Kollegen ignorieren dich und von Frau Meiers abwertenden Blicken bist du auch nicht mehr sicher? Bei solchen Problemen solltest du auf keinen Fall zur grauen Maus werden und dich verstecken. Was du stattdessen tun kannst: Mach du doch einfach den ersten Schritt und sprich deine Kollegen freundlich an. Ein bisschen Smalltalk kann schließlich jeder und auch Frau Meier wird, nachdem du ihr ein paar Mal dein strahlendendes Lächeln gezeigt hast, sicher auch mal freundlich zurücklächeln. Noch besser: Freunde dich doch einfach mit deinen Mitazubis an, denn schließlich müssten sie die Steine (oder Felsen), die einem Azubi oft im beruflichen Weg rumliegen, am besten kennen.

Nichts zu tun?

Eigentlich surfst du 8 Stunden nur im Internet, bekommst keine eigenen Aufgaben zugeteilt und hast das Gefühl, dass du deinen Kollegen eigentlich nur im Weg stehst? Die beste Reaktion auf solche Probleme ist ebenso einfach wie effektiv: Frag nach Aufgaben und zeig deinem Chef, dass du etwas machen willst. Allerdings solltest du auf eine Antwort wie „Sortiere doch bitte den Aktenstapel“ nicht die Augen verdrehen. Erledige die Arbeit präzise und schnell und egal, wie gelangweilt du schon nach der 5. Akte bist, halt durch! Es ist total normal, dass du in der Ausbildung nicht immer die spaßigsten Aufgaben bekommst. Wenn dich eine Aufgabe sehr interessiert, dann sag deinem Chef das einfach. Dein Engagement wird ihm auffallen.

Oder (einfach) einen schlechten Tag?

Oder ist da ein schlechter Tag im Anmarsch? Niemand bleibt verschont von den schlechten Tagen, auch nicht dein Chef, deine Kollegen oder dein Lehrer in der Berufsschule. Anstatt dich über schlecht gelaunte Menschen aufzuregen, solltest du einfach darüber lachen können und darüber stehen. Lass dir deine Laune nicht verderben, sondern bleib‘ bei Problemen in der Ausbildung cool und behalte deine optimistische Einstellung, dann fällt es gleich viel leichter, damit umzugehen.

Bildquelle Titelbild:© Cyano66 | Thinkstock

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