Das dachte sich auch Julia, bevor sie ihre Ausbildung angefangen hat. Um ihre Englischnote zu verbessern, hat sie eine Sprachreise gemacht und ist so auch an ihre Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation gekommen. Wie ihr England gefallen hat und warum sie so einen Trip empfehlen würde, verrät sie uns im Interview!

1. Wie kamst du eigentlich auf die Idee, ins Ausland zu gehen? Oder haben deine Eltern dich gezwungen? 😉
Ich gebe es zu, ich musste etwas von meiner Mutter getriezt werden. Weder ich noch sie waren mit meiner 5 in Englisch wirklich glücklich. Dann hatte sie zufällig etwas zu Sprachreisen in einer Zeitschrift gesehen. Schweren Herzens habe ich schließlich auf meinen jährlichen Sommerurlaub in Tunesien verzichtet und habe diese Reise gemacht. Und jaaa… das war es wert! Zuerst wollte ich nicht so weit von zu Hause weg, ich war ja vorher nie alleine unterwegs! Ich war da noch so ein Mama-Kind und die 4 Wochen fühlten sich schon so an als würde ich ein Jahr am Popo der Welt verbringen, als ich mich in das Flugzeug setzte.

2. Was hat dir bei deiner Sprachreise am meisten Spaß gemacht?
Die neuen Leute aus der ganzen Welt kennenzulernen: Aus Venezuela, China, Japan, Italien, Spanien, Polen, alle Menschen aus den kleinsten Ecken der Welt plötzlich auf einem Haufen! Die Südküste Englands hat mir super gefallen (Strand, schöne Landschaft und doch so lebendig), und im Unterricht mit all diesen Leuten zu sitzen, die alle dieselbe Absicht haben, macht es noch umso besser. Zudem war ich auf mich selbst gestellt, ich musste mal meinen inneren Schweinehund überwinden und auf Leute zugehen, das war ja noch nie so mein Ding 😉

3. Hattest du auch mal Heimweh oder wurde ständig Party gemacht?
In meiner ersten Gastfamilie hatte ich Heimweh. Ich hätte auch selbst darauf kommen können, dass die natürlich berufstätig sind und dementsprechend nicht immer zu Hause ist 😀 Da die Hygiene aber auch nicht so ihres war, konnte ich die Familie schließlich wechseln, und die Nächste war wirklich super. Zudem hatte ich zu der Zeit einen Freund, das machte es auch nicht leicht. Nach dem Familienwechsel fühlte ich mich allerdings viel wohler. Also schwand mein Heimweh nach und nach und ich wollte gar nicht mehr weg!

4. Kannst du jetzt fließend Englisch?
Um fließend die Sprache zu sprechen sind 4 Wochen zu kurz. Mir hat die Sprachreise in dem Sinne sehr geholfen, dass man dauernd aufgrund der verschiedenen Nationalitäten gezwungen war, Englisch zu sprechen – schon am ersten Tag wurde ich immer lockerer. Man stellt sich gegenseitig vor und führt mit sämtlichen Leuten vorab einen Smalltalk „Wie heißt du? Wo kommst Du her? Wie lange bist Du hier? ….“.

Letztendlich suche ich nicht mehr so verkrampft nach Wörtern, sondern versuche es einfach zu umschreiben. Wir sollten im Unterricht auch mal eine Geschichte schreiben. Ich habe bis dahin nie gewusst, wie schnell ich kreativ werden kann und prompt 4 Seiten vollschreiben kann – auf Englisch!

5. Hat dir deine Reise etwas bei der Bewerbung gebracht?
Und wie! Ich habe mich erst als Hotelfachfrau beworben und hatte Vorstellungsgespräche teilweise auf Englisch. Ich habe in dem Moment mich im Kopf nach England zurückversetzt und fühlte mich sehr sicher, dementsprechend überzeugter kam ich auch rüber. Ich musste auch mal eine Bewerbung auf Englisch schreiben.

6. Wie bist du an deinen Ausbildungsplatz bei EF gekommen?
Nach meiner Reise habe ich gesehen, dass EF jemanden für ein Vollzeitpraktikum suchten. Also hab ich mich beworben, hatte auch früh das Vorstellungsgespräch und konnte schnell anfangen. Da ich die Sprachreise gemacht habe und wusste, wie das Leben an einer Sprachschule ist, konnte ich schon mal diese Erfahrung mitbringen. Da Tourismus ohnehin zu meinen Interessen zählt, passte es richtig gut! Während des Praktikums fragte ich nach einem Ausbildungsplatz und hatte dann nach ein paar Wochen und Gesprächen das „JA“ bekommen. Ich hatte Pipi in den Augen, ohne Witz.

7. Musst du während der Ausbildung überhaupt Englisch reden bzw. schreiben?
Oh ja! Wir arbeiten ja eng mit den Schulen weltweit zusammen. In erster Linie schreibt man E-Mails auf Englisch, aber wir telefonieren auch. Ich mache auch diesen Sommer für 3 Wochen ein Praktikum an der EF Sprachschule auf Malta – ohne Englisch wäre das unmöglich!

8. Würdest du es zukünftigen Azubis empfehlen, vor Ausbildungsbeginn ins Ausland zu gehen?
Auf jeden Fall! Man wird um einiges lockerer beim Sprechen und Schreiben! Das haben mir die 4 Wochen in den Sommerferien gezeigt. Ich wurde auch bei wirklich JEDEM Vorstellungsgespräch darauf angesprochen. Völlig egal, ob 2 Wochen oder ein ganzes Jahr im Ausland, es ist sooo ein Pluspunkt in der Bewerbung und v.a. eine gute Möglichkeit, sich von anderen Bewerbern abzuheben. Eine Sprachreise bringt einem viel mehr als nur das Erlernen der Sprache. Das steht natürlich im Vordergrund, aber du wirst ja immer auf der Reise damit konfrontiert – beim Brötchen kaufen, beim Verabreden mit neuen Freunden, bei gemeinsamen Ausflügen! Du bist einfach durchweg von der Sprache umgeben.

Zudem bin ich allgemein mutiger geworden und selbstbewusster. Eine Freundin aus einer anderen Stadt wollte mich mal besuchen, hat es aber nicht gemacht, weil sie ja die Bahnhöfe nicht kennt. Da dachte ich mir „und ich war in einem fremden Land und hatte keine Ahnung wo überhaupt wann was fährt und habe es trotzdem gemacht! Kinderspiel!“ 🙂

DSCI0021

Vielen Dank für das Interview & alles Gute für Julia 🙂

Wenn ihr eure Fähigkeiten in Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch mal kostenlos testen und mit etwas Glück auch eine Sprachreise nach New York gewinnen wollt, könnt ihr das hier bei Education First tun.

Teilen: