Du hast alles gegeben: voller Körpereinsatz im Betrieb und die richtige Taktik in der Berufsschule. Als Teamplayer hast du den Ball auch mal an deine Kollegen abgegeben und deine Position als Azubi gut verteidigt. Jetzt heißt es Halbzeit – die Hälfte deiner Ausbildungszeit ist rum und in den meisten Fällen steht die Zwischenprüfung an. Den Tipp, dass du frühzeitig mit dem Lernen anfangen sollst, kriegst du wahrscheinlich an jeder Ecke. Bei uns erfährst du, was du sonst noch tun kannst und ob es nach einer vermasselten Prüfung tatsächlich die rote Karte vom Chef gibt.

Was soll diese Zwischenprüfung?

Die Zwischenprüfung ist eigentlich nur dafür da, dass du deinen Wissensstand einschätzen kannst. Je nach Ausbildungsberuf hast du zwischen 90 und 120 Minuten Zeit, deine Kenntnisse bei einer schriftlichen Abfrage unter Beweis zu stellen. Abgefragt werden Themen aus der Berufsschule, kombiniert mit Fragen zu deinem Betriebsalltag. Bei manchen Ausbildungsberufen kann dich auch eine praktische Prüfung, die sogenannte Fertigkeitsprüfung, erwarten. In diesem Fall musst du ausbildungsübliche Aufgaben vor Prüfern ausführen.

Wie kannst du dich darauf vorbereiten?

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  • Bearbeite ehemalige Prüfungsunterlagen.
  • Unterhalte dich mit älteren Azubis über ihren Erfahrungen.
  • Trau dich auch mal erfahrene Arbeitskollegen zu fragen, wenn du ein Thema nicht verstanden hast.
  • Besorge dir zusätzliches Übungsmaterial, beispielsweise Fachbücher.

 

Was musst du während der Prüfung beachten?

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  • Überprüfe, ob du auch den kompletten Fragebogen hast oder dir Teile der Prüfung fehlen.
  • Lese dir die Fragen aufmerksam und mehrmals durch, weil bereits ein Wort entscheidend sein kann.
  • Manche Antworten klingen ähnlich, weshalb du gut überlegen und auf Details achten solltest.
  • Verschwende nicht zu viel Zeit an einer Stelle, die du auf Anhieb nicht lösen kannst. Bearbeite stattdessen zuerst alle Aufgaben, die du kannst.

 

Was darfst/sollst du zur Prüfung mitnehmen? Was nicht?

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  • die Einladung zur Prüfung, die du vorher erhalten hast
  • einen nicht programmierten Taschenrechner
  • (mindestens) einen Kugelschreiber; auf keinen Fall einen Bleistift
  • deinen Personalausweis
  • dein Smartphone hat nichts in der Prüfung zu suchen. In den meisten Fällen reicht es, wenn du dein Handy ausschaltest und in der Tasche lässt. Manchmal darfst du dein Smartphone aber erst gar nicht zur Prüfung mitbringen.

 

Zwischenprüfung nicht bestanden? Was nun?

zwischenpruefung-nicht-bestanden-was-jetztDie gute Nachricht lautet: Eine Zwischenprüfung kannst du nur bestehen. Selbst mit schlechten Ergebnissen, fällst du nicht durch und darfst von deinem Chef auch nicht gekündigt werden. Dafür hast du aber auch nur einen Prüfungsversuch. An der Zwischenprüfung teilnehmen musst du auf jeden Fall, weil du nur dann zur Abschlussprüfung zugelassen wirst – die Ergebnisse fließen allerdings nicht in deine Abschlussnote mit ein. Gute Leistungen werden natürlich trotzdem belohnt, weil du damit nicht nur deinem Ausbilder eine Freude machst, sondern auf Wunsch sogar die Ausbildungsdauer verkürzen kannst.

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