Deutscher Meister, Weltmeister und bald auch Europameister – was Mario Götze & Co. können, kannst du schon lange: Meister werden!
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – so kennt man es vom Fußball. Eine Weisheit, die eher auf dich zutreffen dürfte: Nach der Ausbildung ist vor dem Meister. Hast du deine Gesellenprüfung erfolgreich abgelegt, muss nämlich noch lange nicht Schluss sein. Wir nennen dir vier Gründe, warum du nach deiner Ausbildung in die Verlängerung gehen solltest – um den Meistertitel nach Hause zu holen.

Vier meisterliche Gründe für deine berufliche Zukunft

Für die DFB-Elf ist es in erster Linie der Ruhm und die Ehre: Europameister 2016 – ab in die Geschichtsbücher! Aber wieso solltest du überhaupt den Meister machen?

Geldsack1. Geld verdienen wie ein Meister
Oft der größte Anreiz: Als Meister gibt es mehr Geld. Das ist dann der Fall, wenn du auch Aufgaben eines Meisters übernimmst – dazu zählen etwa Personalverantwortung oder eine Leitungsfunktion im Betrieb. Zunächst wird dein Gehalt um einige hundert Euro anwachsen, im Laufe der Zeit können es monatlich bis zu 2000 Euro mehr werden auf deinem Konto.

Diagramm2. Den Betrieb aufwerten
Nicht nur du profitierst vom Meistertitel: Dein Ausbildungsbetrieb kann durch dich zum Meisterbetrieb werden. So kann dein Chef, der selbst kein Meister ist, auch die sogenannte Meisterpflicht erreichen. Das steigert das Ansehen und bietet dir beste Zukunftsaussichten – natürlich auch finanziell.


Haus
3. Sich selbstständig machen
Als Meister sein eigenes Ding machen – das ist oft der Plan. Für viele Handwerksberufe wie den Maurer oder Bäcker ist der Titel dafür Pflicht. Tatsache ist, dass du nicht immer einen Meistertitel für die Selbstständigkeit benötigst. Für den Drechsler oder Gebäudereiniger etwa geht es auch ohne. Informieren kannst du dich darüber ganz konkret bei der Handwerkskammer.

Glühbirne4. Meisterliches Know-how erlernen
Besonders wertvoll ist das Know-how, das du in deiner Weiterbildung erlangst. Du wirst perfekt darauf vorbereitet, einen Betrieb zu leiten und ein Team anzuführen. Damit stehen dir dann beruflich alle Türen offen – ob im eigenen Laden oder dem frisch gebackenen Meisterbetrieb.


Von der Qualifikation durch die KO-Phase bis zum Titel
Du bist heiß auf den Titel? Dann hol ihn dir! Wir beantworten dir die wichtigsten Fragen, damit du souverän durch die KO-Phase marschierst und auch das Finale spielerisch für dich entscheidest.

Auszubildende macht den MeisterWas sind die Voraussetzungen? Die bestandene Gesellenprüfung ist der Startschuss. Soll es dann fachintern weitergehen, kannst du direkt loslegen. Nur wenn du Meister in einem anderen Berufsfeld werden möchtest, wird zusätzliche Berufserfahrung gefordert – meist etwa drei bis vier Jahre.

Wie lange dauert die Weiterbildung? Hier ist ausschlaggebend, für welchen Weg du dich entscheidest: Meister werden in Teilzeit oder Vollzeit? Schneller ist natürlich die zweite Variante. Wenn du wochentags in den Vorbereitungskursen sitzt, bist du in etwa einem Jahr bereit für die Prüfung. Allerdings kannst du in dieser Zeit nicht arbeiten und verdienst kein Geld. Für die Weiterbildung abends oder am Wochenende im Blockunterricht musst du mit zwei bis vier Jahren rechnen.

Der Weg zum Meister nach der AusbildungUnd was kostet der Spaß? Die Prüfung alleine kostet bei einer Handwerkskammer knapp 800 Euro. Die gesamte Weiterbildung zum Meister inklusive der Vorbereitungskurse kostet etwa 5000 Euro – je nach Branche kann diese Zahl variieren. Aber keine Angst, du musst nicht alles selbst zahlen: Helfen können dir Weiterbildungsstipendien, das Meister-Bafög oder Fördertöpfe des Bundeslandes. Vielleicht unterstützt dich auch dein Betrieb, wenn er dank dir zum Meisterbetrieb aufsteigt – im Gegenzug verpflichtest du dich, für eine gewisse Zeit bei ihm zu bleiben.

Muss ich am Vorbereitungskurs teilnehmen? Auf einmal wieder die Schulbank drücken – muss das wirklich sein? Der Unterricht bereitet dich bestens auf die Meisterprüfung vor, tatsächlich ist er jedoch nicht verpflichtend. Theoretisch reicht es aus, lediglich die Prüfung zu absolvieren. Entscheide selbst mit unserer Pro-und-Contra-Liste:

Meister werden mit Kurs Meister werden ohne Kurs
optimale Vorbereitung auf die Prüfung hohe Durchfallquote ohne Kurs
hohe Kosten viel billiger
zeitintensiv zeitlich nicht an einen Ort gebunden
wenig Lernaufwand außerhalb des Kurses hoher Lernaufwand zu Hause

Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten?! Eine so simple Faustregel gibt es für dich in der Meisterfrage zwar nicht, aber du kennst jetzt vier gute Gründe für eine Weiterbildung. Wichtig ist, dass du in deinem Wunschbetrieb nachfragst, wie es in deinem Fall aussieht. Auch ein bisschen Flexibilität kann nötig sein. Wenn eine Weiterbildung in deinem Betrieb nicht möglich ist, musst du vielleicht über einen Arbeitgeberwechsel nachdenken – auch wenn du mit dem Herzen an deinem Verein hängst.

Aber am Ende wird es sich lohnen, immerhin hat auch Mario Götze den Wechsel nach München gewagt und sammelt dort weiter fleißig Meistertitel. Also stell dich an die Taktiktafel und überleg dir deine Spielzüge – das hilft dir bei der Planung und Finanzierung und zeigt dir genaue Zukunftsperspektiven auf.

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