Yes, endlich eigenes Geld verdienen! Shit! DAS nennt ihr Gehalt?! Nicht immer schaut es mit dem ersten eigenen Geld in der Tasche rosig aus. Wusstest du, dass du bei akuter Geldnot in der Ausbildung Anspruch auf finanzielle Hilfe hast? Wir bekommen sehr häufig Anfragen von euch, weil viele mit dem Gehalt nicht auskommen – und zeigen euch heute mit zwei Beispielen, wie ihr Unterstützung bekommt. 

BAB – Berufsausbildungsbeihilfe

„Hi zusammen, ich bin Tim und 16 Jahre alt. Ich habe letztes Jahr im August meine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker angefangen. Die Ausbildung macht mir echt Spaß, aber mit der Kohle habe ich meine Probleme. Ich will endlich in meine erste eigene Bude ziehen. Mit den 500 Euro, die ich monatlich bekomme, wird das aber nichts. Meine Eltern sind nicht gerade die Top-Verdiener und können mich nicht unterstützen. Ich bin echt ratlos, wie ich das anstellen soll. Habt ihr eine Ahnung, welche Möglichkeiten ich als Azubi habe?“

Hi Tim! Keine Sorge, als Azubi hast du Anspruch auf die so genannte Berufsausbildungsbeihilfe, kurz BAB – sobald du von zu Hause ausgezogen bist. Dabei ist es egal, ob es sich um eine duale oder schulische Ausbildung handelt. Bis zu 1200 Euro sind monatlich für dich drin – das hängt von einigen Faktoren, wie dem Einkommen deiner Eltern, ab. Stelle deinen Antrag bei der Agentur für Arbeit in deiner Nähe.

BAföG – Bundesausbildungsförderungsgesetz

Ausbildung zur Kosmetikerin„Hey, mein Name ist Lina, bin 17 Jahre alt und bin mitten in meiner Ausbildung zur Kosmetikerin. Ich habe keinen Schimmer, an wen ich mich wenden kann und hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt. Ich muss jeden Euro zweimal umdrehen, um über die Runden zu kommen. Ich wohne noch bei meinen Eltern, finanzielle Unterstützung bekomme ich aber leider keine, da sie selbst nicht viel verdienen. Ich brauche dringend Hilfe. Habt ihr einen Rat für mich, was ich da am besten machen kann?“

Hallo Lina, da du noch zu Hause wohnst und eine schulische Ausbildung machst, kannst du Schüler-BAföG bekommen. Entscheidend für die genaue Höhe (317 Euro sind das Maximum) ist zum Beispiel die Entfernung von deinem Zuhause zur Arbeit. Den Antrag stellst du beim Amt für Ausbildungsförderung in deiner Nähe.

Bist du in einer ähnlichen Situation wie Tim oder Lina? Dann hast du Anspruch auf BAB bzw. BAföG. Doch bevor du den Papierkram in Angriff nimmst, informiere dich darüber, ob du die jeweiligen  Grundbedingungen erfüllst. Das alles soll hier jetzt natürlich nicht den Eindruck erwecken, dass Ausbildungen generell schlecht bezahlt werden. Es gibt viele Ausbildungsberufe, bei denen du entspannt aufs Konto schauen kannst.

Bildquelle Titelbild© Syda Productions /Shutterstock

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