Schule vorbei und du denkst dir: „Jetzt nehm‘ ich mir nur mal Zeit für mich! Ein Jahr Netflix and Chill? Schon cool.“ Ja, zugegeben, danach weißt du zwar, wer hinter den ganzen Drohnachrichten in Pretty Little Liars steckt, aber mal ehrlich: So richtig gut macht sich das nicht im Lebenslauf, oder? Schnell kommt da eine andere Frage auf: „Verbau ich mir damit meine Zukunft?“ Nicht, wenn du diese Zeit zum Beispiel nutzt, um die Welt zu erkunden, dich beruflich fortzubilden und persönlich weiterzuentwickeln.

Wenn Deutschland nicht genug ist

Dich hat die Wanderlust gepackt? Als allererstes solltest du ein klares Ziel vor Augen haben und dir bewusst werden, was genau du mit deinem Trip erreichen möchtest. Erste praktische Erfahrungen sammeln, um in der Ausbildung direkt durchzustarten, deine Sprachkenntnisse, die du im Job brauchen wirst, auffrischen oder auch bewusst eine andere Kultur kennenlernen, die dir in deinem Traumjob später auf jeden Fall begegnen wird – Möglichkeiten für einen sinnvollen Auslandsaufenthalt hast du viele.

Mit einem Auslandspraktikum oder Work-&-Travel-Aufenthalt sammelst du tiefgehende berufliche Erfahrung.

Die Jobs, die du dort machst, sollten zu deinem Lebenslauf passen. Damit wird deutlich, dass du den Auslandsaufenthalt zur beruflichen Weiterbildung nutzt. Mach zum Beispiel ein Praktikum in einem internationalen Modeunternehmen, wenn du später als International Manager in der Modebranche arbeiten möchtest.

Auf Ausbildungen, die souveräne Fremdsprachenkenntnisse voraussetzen, bereitest du dich mit einer Sprachreise bestens vor.

Zu diesen Ausbildungen zählt beispielsweise die Europasekretärin. Eine Sprachreise im Vorfeld verschafft dir einen klaren Vorteil gegenüber anderen Bewerbern.

Eine Weltreise hilft dir dabei, kulturell bedingte Missverständnisse zu vermeiden.

Wusstest du etwa, dass Kopfschütteln in der indischen Kultur als Zustimmung aufgefasst wird? Andere Länder, andere Sitten. Selbst als Gesundheits- und Krankenpfleger bringt dir das viel – denn du wirst in deinem Alltag mit Patienten aus unterschiedlichen Ländern zu tun haben. Auch das Mitarbeiterteam kann international aufgebaut sein.

Wie du siehst, wirkt sich ein Auslandsaufenthalt sehr positiv auf deine berufliche Zukunft aus – und das nicht nur ausschließlich, wenn du eine Ausbildung zum Tourismuskaufmann bzw. zur Tourismuskauffrau anstrebst.

Was du noch abklären solltest

Bevor du dir jetzt aber Hals über Kopf deinen Rucksack schnappst und losziehst, solltest du noch wichtige Formalitäten abklären. Fangen wir mit dem Thema Geld an: Informiere dich darüber, ob du während deiner Reise bezahlt wirst in deinem Job oder Praktikum, anderweitig Unterstützung bekommst oder ob deine Ersparnisse für das Jahr ausreichen.

Je nach Reiseziel könnten bestimmte Schutzimpfungen notwendig sein – Infos darüber bekommst du bei deiner Krankenkasse. Für die Einreise in manche Länder ist darüber hinaus ein Visum erforderlich. Kümmere dich frühzeitig um ein Visum, da die Bearbeitung für längere Auslandsaufenthalte auch mal mehrere Monate in Anspruch nehmen kann. Die Frage nach dem richtigen Visum kannst du leicht googeln – oder du informierst dich auf der Homepage des Auswärtigen Amts.

Für alle, die doch lieber daheim bleiben wollen:
Wie wäre es mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), einem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) oder einem Freiwilligen Kulturellen Jahr (FKJ)? Du kannst auch einen Freiwilligen Wehrdienst bei der Bundeswehr absolvieren. Damit zeigst du hier Engagement und tust somit nicht nur dir und deinen Mitmenschen etwas Gutes, sondern auch deinem Lebenslauf.

Auszeit vor der Ausbildung

Bildquelle Titelbild:©Averie Woodard/Unsplash
Bildquelle Liegendes Mädchen:©Aki Tolentino/Unsplash
Bildquelle Junge mit Aussicht:©Dino Reichmuth/Unsplash

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