Auf anspruchsvolle Tage im Betrieb folgt so mancher langer Lernabend für die Berufsschule: „Wo bleibt da meine Freizeit?“ fragen sich Azubis. Was aber, wenn zu Hause nicht nur die wohlverdiente Couch wartet, sondern die eigenen Kinder? Dann bietet sich eine Ausbildung in Teilzeit an. Denn so hat man nicht nur Zeit für seine Familie, sondern kann auch beruflich seine Ziele erreichen. Der Haken an der Sache ist, dass die Teilzeitausbildungen oft nicht explizit ausgeschrieben werden. Da heißt es: Vor Ort nachfragen! Ines hat es gemacht und absolviert bei Netto eine Ausbildung zur Verkäuferin in Teilzeit – im Interview erzählt sie uns davon.

Teilzeitausbildung zur Verkäuferin

 

1. Wieso hast du dich für eine Teilzeitausbildung entschieden?

Ich bin alleinerziehende Mutter und habe zwei Töchter. Mein großer Wunsch war es schon immer, nach der Schule eine Ausbildung zu machen. Wegen meiner beiden Mädchen konnte ich mir eine Ausbildung in Vollzeit aber nicht vorstellen. Also habe ich bei Netto einfach nachgefragt – und hatte Glück! Durch die Teilzeitausbildung schaffe ich es jetzt, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. 

Insider-Tipp:
Nur wenn besondere Gründe vorliegen, die eine Vollzeitausbildung erschweren, kann eine Ausbildung in Teilzeit absolviert werden. Das kann beispielsweise die Pflege von Angehörigen sein oder das Sorgerecht für ein Kind. 

2. Wie läuft deine Ausbildung in Teilzeit ab und welchen Abschluss erhält du danach?

In einer Vollzeitausbildung muss man 37,5 Stunden pro Woche arbeiten, bei mir hingegen fallen 30 Stunden an. Von denen bin ich drei Tage im Betrieb und einen in der Berufsschule. Insgesamt dauert meine Ausbildung nicht länger als die Vollzeitausbildung zum Verkäufer, nämlich zwei Jahre. Beim Abschluss macht es keinen Unterschied, ob man die Ausbildung in Voll- oder Teilzeit gemacht hat.

Insider-Tipp:
Die Ausbildung in Teilzeit gibt es in verschiedenen Varianten: Wenn du 25 bis 30 Stunden die Woche arbeitest, verlängert sich deine Ausbildungszeit nicht. Arbeitest du wöchentlich jedoch weniger als 25 Stunden, hängst du mindestens noch ein halbes Jahr dran.

3. Wie sieht dein Ausbildungsalltag aus?

Während meiner Ausbildung lerne ich alle Abteilungen kennen und werde in verschiedenen Bereichen eingelernt. Ich sitze zum Beispiel an der Kasse, bringe Ordnung in die Drogerieabteilung, unterstütze Kunden mit dem Leergut und sortiere es im Lager oder helfe bei den Bestellungen unserer Produkte. Wie bei mir zu Hause gilt: Langweilig wird es da nie.

4. Wie hoch ist der Lernaufwand in der Berufsschule? Musst du zu Hause viel nacharbeiten?

Während der Ausbildung in Teilzeit arbeite ich zwar weniger Stunden im Betrieb, in der Berufsschule bin ich aber genauso häufig wie alle Azubis, die eine Vollzeitausbildung zum Verkäufer absolvieren. Ich muss also nichts nacharbeiten. Übrigens komme ich auch mit meinen Kollegen super zurecht, da man kaum merkt, dass ich ein paar Stunden weniger arbeite.

Netto bietet übrigens nicht nur die Ausbildung zum Verkäufer in Teilzeit an.   Alle 15 verschiedenen Ausbildungsberufe lassen sich im Teilzeit-Modell absolvieren.

5. Kommst du eigentlich mit deiner Ausbildungsvergütung zurecht? 

Da sich das Gehalt nach den Stunden richtet, die ich auch wirklich arbeite, verdiene ich etwas weniger als in Vollzeit, aber das ist schon in Ordnung. Zudem kann man zusätzlicAusbildung in Teilzeith ja noch Berufsausbildungsbeihilfe.

6. Welche Vorteile hat die Teilzeitausbildung? Was gefällt dir besonders gut?

Für mich hat sie den Vorteil, dass ich mich deutlich intensiver um meine Familie kümmern kann. Die Filialleitung achtet darauf, dass ich nicht zu lange Schichten habe und pünktlich zu Hause bin, um mich um meine Kinder zu kümmern. Es wird echt viel Rücksicht auf das Privatleben genommen. Ich fühle mich gut aufgehoben und toll unterstützt.

7. Würdest du die Teilzeitausbildung also anderen weiterempfehlen? 

Ich würde es jedem empfehlen, der nicht so viel Freizeit hat wie andere, wenn er oder sie sich um jemanden aus der Familie kümmern muss oder eben auch Kinder hat. Auf diese Weise kann man beruflich etwas erreichen und ist gleichzeitig für seine Familie da. Was gibt es Besseres?

8. Wie sehen deine beruflichen Pläne für die Zukunft aus? Möchtest du dauerhaft in Teilzeit arbeiten?

Das wäre mein großer Wunsch, auch nach Abschluss meiner Ausbildung weiter bei Netto als Verkäuferin in Teilzeit zu arbeiten. Ich finde es super, dass Netto da familienfreundliche Modelle anbietet. Die Arbeit macht mir viel Spaß und ich habe trotzdem noch genug Zeit für meine beiden Kleinen zu Hause.

 

Bildquelle Titelbild:© Valeria Zoncoll/unsplash

Alle weiteren Bilder: ©Netto Marken-Discount

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