Wer kennt es nicht? Die Ausbildung macht richtig Bock – das Lernen hingegen ist der totale Absturz. Egal ob schulische Ausbildung, duales Studium oder eine betriebliche Ausbildung: Lernen bedeutet immer Stress.
Trotzdem hast du dir vor Ausbildungsbeginn fest vorgenommen, richtig fleißig zu sein. Den Plan in die Tat umzusetzen, hat aber irgendwie doch nicht so richtig geklappt, weil der Lernstoff doch mehr ist, als gedacht?

Da geht’s dir wie vielen Azubis.

Darum verraten wir dir jetzt acht Tipps und Tricks, die das Lernen halb so schlimm machen. So ersparst du dir nicht nur eine Menge Stress, sondern hast vielleicht sogar Spaß an der Sache.

1. Plane im Voraus!

„WTF! Die nächste Klausur ist schon übermorgen?!“

Das Problem: In der Berufsschule ein paar Mal gepennt und dann zu spät auf den Lehrplan geguckt – und schon ist dir der Lernstoff über den Kopf gewachsen. Das alles jetzt noch aufzuholen wird schwierig.

Die Lösung: Auch wenn es doof klingt: Regelmäßig in der Berufsschule aufzupassen und nach dem Unterricht zu üben, ist die beste Lernmethode.

Das erspart dir zum einen schlechte Noten und eine Menge Stress. Zum anderen bleibt das, was du über einen längeren Zeitraum wiederholst, besser im Gedächtnis hängen.

2. Finde deinen Lerntyp!

 „Bin ich eigentlich blöd ..?“
 KopfTisch

Das Problem: Egal, wie oft du deine Notizen durchgehst, vom Lesen allein kannst du dir den Stoff nicht merken. Warum eigentlich nicht?

Die Lösung: Jeder Mensch lernt anders. Wirklich jeder. Wichtig ist, dass du weißt, was für ein Lerntyp du bist.

Merkst du dir Dinge am besten, wenn du sie hörst? Behältst du das, was du dir bildlich vorstellst? Bist du der Typ „Learning by Doing“? Oder musst du die Themen, die du grade büffelst, erstmal mit jemandem bequatschen, damit du sie dir merkst? Wenn du weißt, wie du tickst, lernt es sich direkt leichter.

3. Trickse dein Hirn aus!

„Das kann ich ja auch morgen noch machen …“

Das Problem: Du kannst dich nicht zum Lernen aufraffen, weil so ungefähr alles gerade spannender ist als deine Schulbücher? Die Arbeit vor sich herzuschieben macht es nur leider nicht besser. Im Gegenteil.

Die Lösung: Fang mit den Fächern an, die dir Spaß machen und in denen du gut bist! Fällt dir das Lernen nämlich leicht, ist dein Gehirn so nett und schaltet automatisch in den „ich bin jetzt fleißig“-Modus.

Und wenn du dann schon mal dabei bist, kannst du dir zum Schluss auch mal die Sachen angucken, die dir nicht so liegen.

4. Belohnung erlaubt!

„ICH KANN NICHT MEHR!!!“

Das Problem: Irgendwann macht der Kopf schlapp – vor allem, wenn man keine Lernpausen macht. Dann passt nix mehr rein ins Hirn, Frust macht sich breit und auf’s Weitermachen hat niemand mehr Bock. Verständlich.

Die Lösung: Pausen einplanen! Ja, richtig gehört. Wer lernen will, muss zwischendurch auch mal relaxen. Gönn dir also jede halbe Stunde fünf Minuten Ruhe, hol dir Schokolade, check kurz Instagram – und mach dann (wirklich!) weiter.

5. Mach es dir gemütlich!

„So schön hier!“

Katze Massage

Das Problem: Beim Lernen kann nicht nur dein Smartphone oder das Internet ablenken. Oft genug sorgt auch ein trällerndes Radio oder Straßenlärm vor deinem Fenster dafür, dass du dich nicht richtig konzentrieren kannst.

Die Lösung: Schaff dir deinen ganz persönlichen Arbeitsplatz. Du brauchst Ruhe zum Lernen? Dann raus mit allem, was Lärm macht! Ohne Hintergrundgedudel läuft gar nichts? Dann mach dir deine Lieblingsmusik an! Ob im Garten, im Park, in der Hängematte oder am Schreibtisch – wo und wie du am besten lernst, weißt nur du selbst.

Stimmt die Umgebung, klappt das mit der Konzentration gleich viel besser.

6. Karteikarten helfen!

„Wo fange ich jetzt am besten an..?“

Das Problem: Deine Notizen sind komplett chaotisch, ein roter Faden ist nicht erkennbar und … verdammt, fehlt da nicht die Hälfte? Ohje. Die Chaoten unter uns kennen das bestimmt.

Die Lösung: Leg dir Karteikarten an! Effektiver kann man kaum lernen. Wichtige Inhalte deiner Ausbildung draufschreiben, Karteikarten immer mit dabeihaben, ab und an einen Blick drauf werfen = Läuft bei dir!

Ein weiterer Vorteil der Kärtchen ist, dass sie so klein sind. So musst du jedes Thema auf die wichtigsten Punkte kürzen – das wirkt Wunder!

7. Mit Freunden lernen!

„Kann mir das jemand erklären?“

Das Problem: Egal, wie gut du in der Berufsschule aufgepasst hast, irgendwann tauchen beim Lernen Fragen auf, die du nicht beantworten kannst. War das jetzt richtig so, oder hab ich einen Fehler gemacht? Jetzt wäre es cool, wenn du jemanden hättest, bei dem du nachfragen kannst.

Die Lösung: Schnapp dir ein paar Leidensgenossen und lernt zusammen! Mit seinen Freunden zu lernen macht nicht nur mehr Spaß, sondern hat auch noch den Vorteil, dass ihr euch gegenseitig abfragen und euch helfen könnt. Du hast mit einigen Themen trotzdem noch Probleme? Es ist auch keine Schande, während der Ausbildung Nachhilfe zu nehmen!

8. Google ist dein Freund!

„Boah, ich hab auch keine Ahnung …“

Das Problem: Nicht nur du, auch deine Freunde stehen auf dem Schlauch? Wenn man Zusammenhänge trotz aller Mühen so gar nicht versteht, verdirbt das ziemlich schnell die Laune.

Die Lösung: Das Internet! Wie sollte es auch anders sein? Google und Wikipedia wissen fast alles – und das kann manchmal echt helfen. Vorsicht: Checkt alle Infos, die ihr im Netz findet, immer doppelt. Nicht, dass ihr euch in der nächsten Klausur blamiert, weil bei Wikipedia steht, Elefanten seien blau 😉

 

Autorin: Daniela Stolte

Bildquelle Titelbild:Wayne0216/Shutterstock

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